IBC Gesamtclub – Jour Fixe


Das Burg-Café der Meersburg ist regelmäßiger Treffpunkt für den Literarischen Jour fixe – eine gemeinsame Veranstaltung der Burg Meersburg und des Internationalen Bodensee-Clubs an Samstag-Nachmittagen.

Leiterin Fachgruppe Literatur (IBC)    
Chris Inken Soppa

Veranstaltungsort:
Burg Meersburg
Schloßplatz 10
88709 Meersburg


Einladung zum Literatur-Café: Jour Fixe auf der Meersburg

Samstag, 24. Oktober 2026
15:00 Uhr Burgcafe der Meersburg
14:30 Uhr Einlass

Der Kißlegger Autor Jürgen Weing liest Kurzprosa und Lyrik.

Jürgen Weing liest, schreibt und publiziert seit Jahrzehnten. Sein Schwerpunkt liegt auf dem
Spiel mit Sprache, Humor und Leichtigkeit. Seine Texte lassen sich nicht einordnen, weil sie
eine Klasse für sich sind: neu und neugierig, aber immer nachvollziehbar und
auf den Punkt gebracht.

Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler und Lyriker in Kißlegg im Allgäu. Mitglied der
Meersburger Autorenrunde sowie mehrmaliger Teilnehmer des interdisziplinären
Künstleraustauschs Salem2Salem, Salem am Bodensee und Salem, NY (USA).


Samstag, 13. Juni 2026
15:00 Uhr Burgcafe der Meersburg
14:30 Uhr Einlass

Premiere der zwölften Ausgabe des literarischen Jahresheftes Mauerläufer:
„Das Tier in mir, das Tier und wir – Wo Sprache brüllt und Sehnsucht jagt“.

Die moderne Welt, voller Licht, Lärm und Hektik, verleiht uns scheinbare Sicherheit, lenkt uns, lenkt uns ab, entfernt uns von alten Wegen, von unterdrückten Trieben. „Der Mensch ist des Menschen Wolf.“ Oft greifen wir auf Bilder aus der Tierwelt zurück, um unser Verhalten zu erklären. Weil wir selbst ein Stück Wildnis in uns tragen? Weil wir uns in Tieren wiedererkennen, sie zu unseren moralischen Spiegeln machen, ihnen menschliche Motive und Gefühle zuschreiben? Ein sterbender Wal gerät zum Gaukelbild einer Öffentlichkeit, die kaum mehr zwischen Empathie und Eigenwerbung unterscheiden kann. Wir sehen: Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist vielfältig. Diese Vielfalt findet sich auch in der aktuellen Ausgabe des Literarischen Jahresheftes „Mauerläufer“.

Kongenial gestaltet vom Konstanzer Grafikdesigner Ralf Staiger, bietet das Heft Raum für die Arbeiten von 40 Autorinnen und Künstlern rund um den Bodensee und weit darüber hinaus.

Mitglieder des aktuellen „Mauerläufer“-Redaktionsteams (Oliver Gassner, Larissa Schleher, Chris Inken Soppa und Niels Zubler) sowie die Ravensburger Autorin Karin Nowak stellen die zwölfte Ausgabe vor und lesen Texte daraus.


Samstag, 18. April 2026
15:00 Uhr Burgcafe der Meersburg
14:30 Uhr Einlass

Die St. Galler Autorin Laura Vogt liest aus ihrem neuen Roman „Das Jahr des Kalks“.

Eine junge Künstlerin und Mutter muss sich von ihrem geliebten Onkel verabschieden, der im Sterben liegt. Dabei denkt sie unweigerlich an ihren Vater, der in ihrer Kindheit ihre Familie verlassen hat. In ihrer Auseinandersetzung mit diesem doppelten Schmerz fängt sie an, sich immer mehr mit Kalk zu beschäftigen. Schließlich ist sie mit ihrem Onkel immer gern in die Berge gegangen.
Indem sie dem Abstrakten etwas Konkretes entgegensetzt, indem sie Fossilien im Kalkstein freilegt oder eine Kalkbrennerei besucht, findet sie ihren eigenen Weg, ihre Trauer zu bewältigen. Dabei lernt sie nicht nur viel über sich selbst, sondern auch über die Natur, und ganz nebenbei entstehen Freundschaften, die von Dauer sind. Ein ebenso poetischer wie lebenskluger Roman über Vergänglichkeit, Versöhnung und den Stoff, aus dem das Leben ist.

Laura Vogt, geboren 1989 in der Ostschweiz, studierte Kulturwissenschaften an der Universität Luzern und Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Bisher erschienen von ihr die Romane Die liegende Frau (2023), Was uns betrifft (2020) und So einfach war es also zu gehen (2016). Ihre Arbeiten wurden mit diversen Werkbeiträgen und Stipendien ausgezeichnet und teilweise ins Englische übersetzt. Für „Das Jahr des Kalks“ erhielt sie 2025 ein Stipendium der Stiftung Kunst + Kultur im Rahmen des Deutschen Preises für Nature Writing. Laura Vogt lebt mit ihrer Familie in der Nähe von St. Gallen.


Samstag, 07. März 2026
15:00 Uhr Burgcafe der Meersburg
14:30 Uhr Einlass

Der Schaffhauser Autor Niels Zubler liest aus seiner Erzählsammlung
„Blumen ohne Gewähr“

Die Feuerlilie löst einen Waldbrand aus, dem ein Mann zum Opfer fällt. In der Venusfliegenfalle verschwindet eine Frau, die zuvor in einen Schmetterling verwandelt wurde. Realität und Fantasie treffen in Niels Zublers dreiteiligen Prosatext-Sammlung unvermittelt aufeinander.
Im Kapitel „ohne Gewähr“ verarbeitet der Autor Erinnerungen an Kindheit und Adoleszenz einer bürgerlichen Existenz. Sie betreffen die Zeit der Hochkonjunktur im letzten Jahrhundert und den Übergang in die Epoche des Neoliberalismus. Dem Autor ist nicht immer klar, inwiefern sie der damals erlebten Realität entsprechen. Alles ohne Gewähr. Das zweite Kapitel ist mit „Blumen“ übertitelt: Die ineinander verwobenen kurzen Erzählungen sind kleine Fantasien zur Wirklichkeit. Im Kapitel „Da Capo“ findet sich die Kurzgeschichte „Bestien“. Mit diesem Text gewann Niels Zubler im letzten Jahr den Kurzgeschichten-Wettbewerb des Internationalen Bodensee-Clubs.

Geschichten und Fantasien insgesamt, die in der Vielfalt seiner Möglichkeiten und der Breite
seiner Themen einen Erzähler ins Bewusstsein rücken, der Szene für Szene, ja Wort für Wort
so unmittelbar zu interessieren vermag, dass man gerne noch weiteres von ihm lesen würde.
Charles Linsmeyer, 20 Minuten

Niels Zubler schrieb sein Erwachsenenleben lang Gedichte, die regelmäßig in der Literaturzeitschrift „orte“ und dem literarischen Jahresheft „Mauerläufer“ veröffentlicht wurden. Seit 2020 im „Mauerläufer“-Redaktionsteam. 2025 gewann er den ersten Preis des
IBC-Kurzgeschichtenwettbewerbs.


Samstag, 21. Februar 2026
15:00 Uhr Burgcafe der Meersburg
14:30 Uhr Einlass

Die Konstanzer Autorin Constance Hotz liest aus ihrem Roman „Vier Tage im März“

Auf dem Rückweg von einem Fotoshooting stoppt Eva in Müstair. Sie will nur einen Kaffee trinken und ein paar Eindrücke sammeln, doch es kommt anders. Wegen starker Schneefälle wird der Pass geschlossen, und sie sitzt fest. In den folgenden vier Tagen ziehen das Schweizer Bergdorf, die grandiose Landschaft, das Kloster und die Kirche mit ihren uralten Fresken Eva immer mehr in ihren Bann. Durch einen rätselhaften Todesfall überschlagen sich die Ereignisse, und ein lang verschüttetes Geheimnis gelangt ans Tageslicht. Unversehens findet sich Eva den Mysterien ihres eigenen Lebens gegenüber. Ein Roman zwischen innerem und äußerem Geschehen, erzählt mit feinem Gespür für Nuancen und seelische Untiefen.

„Vier Tage im März“ nimmt die Leserinnen und Leser mit in eine eigene Welt, in der die Protagonistin vom Alltag zurücktritt und neue Lebenspfade einschlägt.
Marlene Knörr, Buchprofil

Constance Hotz, geboren 1954 in Müllheim/Baden, studierte Literaturwissenschaft in Konstanz und Bristol, promovierte über Ingeborg Bachmann und lebt heute als freie Texterin am Bodensee. Neben ihrem Roman hat sie Essays und Kurzgeschichten publiziert. 2019 war sie Stadtschreiberin von Neu-Ulm.